Oderich und der ominöse Zettel

Es war ein trüber verregneter Tag mitten im Oktober und der Fuchs ODERICH fuddelte missmutig auf dem Boden herum. So richtig konnte er mit dem Herbst nichts anfangen. Abends wurde es schneller dunkel. Am Morgen war es meist recht frisch und dann der Regen, der Regen. Bringt doch aber alles nichts, das sah auch ODERICH ein, das Wetter musste man nehmen wie es kommt. Und da stieß er mit seinem Schnäuzchen auf einen sonderbaren Zettel. Unter einem Stein steckte er fest und ragte doch soweit hervor, dass ODERICH zwei Buchstaben hervorblitzen sehen konnte. Vorsichtig pickelte er den Stein beiseite und zog das Papier hervor und legte es vorsichtig vor seine Pfoten. Und da stand ein gar sonderbares Wort: ISBJÖRN. Du meine Güte, ODERICH war in hellster Aufregung. War er doch gleich wieder der Ansicht einen höchst einmaligen Fund gemacht zu haben. Geheimschrift, Geheimcode was wusste ODERICH denn, ISBJÖRN, das klang doch schon nach Abenteuer pur. Er rollte den Zettel vorsichtig zusammen und hüpfte querfeldein und quasi auf kürzestem Weg zu EDMOND seinem Wildschweinfreund. Der schaute träge und unlustgepeinigt aus dem Fenster heraus und begrüßte seinen Freund mit den Worten: „Du liebe Güte, dein schriller Gang kündigt mir schon gleich nichts Gutes an; was rauschst du hier so heran und tust, als könnte ein Regentag wie dieser auch nur für ein bisschen gute Stimmung sorgen?“ „EDMOND“, keuchte ODERICH, „keine Zeit für Wimmseleien, es gilt ein Rätsel höchst sonderbarer Art zu lösen. Was immer das sein soll, Großes scheint auf uns zu warten, Großes gilt es zu bestaunen.“ Und mit diesen Worten zupfte er den Zettel hervor und hielt ihn EDMOND vor die Augen. EDMOND musste schmunzeln und es war zu sehen, dass die diebische Freude darüber, zu wissen, was es mit dem Zettel auf sich hatte, sich über das gesamte Gesicht auszubreiten schien. „Kannst du dich noch erinnern“, fuhr EDMOND fort, „als wir im vorigen Sommer Besuch von KNUTSEN dem Elch hatten?“ „Aber klar, kein Wort habe ich da verstanden. Was für eine absurde Quasselei dachte ich immer nur? Erst ein Wörterbuch konnte mir schließlich verständlich werden lassen, was der KNUTSEN da erzählte.“ „Ja“, sagte EDMOND, „und dies Buch mein Lieber ziehst du dir mal schön da oben aus dem Regal und schaust mal unter ISBJÖRN nach und dann kommst du zu mir herüber und zeigst, was denn der ISBJÖRN für ein großes Ding ist. Denn eins muss man dir lassen, dass es Großes mit dem ISBJÖRN auf sich hat, da ist schon was Wahres dran.“ Und so tendelte ODERICH hinüber, nahm das Buch und musste lachen. Und dann ging er in seine Kammer und holte EDMOND hinzu und – das Bild zeigt es einem jeden – beide kamen in ihrer ganz eigenen ISBJÖRNKOLLEKTION heraus.

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